Carola Wolff

Herzgeschichten fürs Kopfkino

Fünf Gründe, warum ich meine Bibliothek liebe

1. Zufluchtsort

Wenn mir alles Zuviel wird, flüchte ich gerne mal in meine Bibliothek um die Ecke. Ruhig, hell, freundlich und Regale über Regale voller Geschichten, in denen ich entweder gezielt suchen oder einfach nur genussvoll stöbern kann. Ich schleppe einen Stapel zu einem bequemen Sessel und lese die ersten Seiten, um zu entscheiden, welche mit nach Hause kommen. Das kann dann schon mal dauern, und ich genieße es sehr.

 

2. Auswahl

Sooo viele Bücher, wunderbar. Aber nicht nur auf Deutsch, sondern auch in anderen Sprachen (Englisch, Französisch etc), egal ob Zeitgenössisch, Klassiker oder Neuerscheinungen. Darüber hinaus kann ich Filme ausleihen, Hörspiele, Musik und Zeitungen/Magazine, sogar E-Books. Ich lese gerne und viel, und das könnte ich mir alles gar nicht kaufen, geschweige denn, in meiner kleinen Wohnung unterbringen.

 

3. Schreibort

Es gibt viel kleine Tische, meistens direkt am Fenster, wo ich gerne meinen Laptop aufklappe und es genieße, mal weg vom Homeoffice zu sein. Kein WLAN (obwohl das natürlich auch angeboten wird), kein Telefonklingeln und auch nicht das Gefühl, ich müsste jetzt dringend staubsaugen oder abwaschen, anstatt zu schreiben. Dazu eine ganze Bibliothek für eventuelle Recherche sofort zur Hand. Und eine kleine Bistro-Ecke für die Teepause zwischendurch und einen Blick in aktuelle Tageszeitungen.

 

4. Kulturtreffpunkt

Es ist eine Menge los in der Bibliothek: Lesungen, Liederabende, wechselnde Ausstellungen für kleines oder gar kein Geld. Viele Angebote extra für Kids. Mein Writers Coaching Kurs findet im ersten Stock in einem extra Seminarraum statt und wir stellen regelmäßig im Rahmen der Schreibwerkschau unsere neuen Texte vor (nächstes Jahr feiern wir zehnjähriges Jubiläum).

 

5. Ohne Bibliotheken wäre ich weder Leserin noch Autorin geworden

Ich hab schon früh Bücher geliebt. Meine Eltern waren eifrige Vorleser und ich konnte es gar nicht erwarten, endlich selbst lesen zu lernen, um alleine in all die Geschichten abtauchen zu können. Als ich dann meine erste Bibliothekskarte bekam, war ich nicht mehr zu halten. Nur mein Taschengeldbudget hat gelitten, weil ich leider nicht besonders gut im Zurückgeben war. In Bibliotheken habe ich Inspiration gefunden, Unterhaltung, Wissen und irgendwann war dann der Wunsch da, mal meine eigenen Geschichten zu erzählen. Dann fand ich den Writers Coaching Kurs und der Rest, wie man so schön sagt, ist (eine) Geschichte.

 

Geht ihr gerne in die Bibliothek?

Hier noch ein sehr schöner, nachdrücklicher Essay von Neil Gaiman darüber, welche wichtige Funktion Bibliotheken in unserer Gesellschaft erfüllen, wunderbar illustriert von Chris Riddell (aus dem ich die Bilder für diesen Blogbeitrag entnommen habe).

 

 

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